In der vergangenen Woche erschien in der Rheinischen Post ein Artikel mit der Überschrift: „Evangelische Kirchengemeinde gibt Großprojekt auf – Heftiger Zoff um das Johannesquartier in Kaarst
Darin war zu lesen, dass die bereits im Januar 24 vorgestellten Pläne, modernen und preiswerten Wohnraum zu schaffen, nun aufgegeben wurden.
Zitat aus dem Artikel: „Insgesamt waren 61 unterschiedlich große Wohnungen von einem bis vier Zimmer vorgesehen – allesamt barrierefrei und energetisch auf dem neuesten Stand mit Wärmepumpe, Fotovoltaikanlage und womöglich begrünten Dächern.“
In einer Mitteilung der evangelischen Kirchengemeinde heißt es unter anderem: „Die Kirchengemeinde hätte ein aktives Begleiten des Projekts durch die Stadtverwaltung erwartet. Entgegen anders vereinbarter Absprachen hat die Stadt das Projekt in die politischen Beratungen gebracht, obwohl die Gespräche zwischen der Stadt und der evangelischen Kirche noch nicht abgeschlossen waren und es hier noch keine weiteren Neuerungen gegeben hat“.
Da haben Wirfür41564 nicht schlecht gestaunt, denn:
Der Bauantrag für die Wohnanlage muss durch die Verwaltung, den Bau- und Planungsausschuss (Vorsitzender Dominik Broda von den Grünen/Bündnis 90) und den Stadtrat.
Der Vorstand der evangelischen Kirche (Vorsitzender Christian Horn-Heinemann, Bürgermeisterkandidat der CDU) ist in der Regel für die Organisation der Planung, die Antragstellung und den Kontakt zur Verwaltung zuständig.
Welcher Antrag konkret gestellt wurde, ist uns derzeit nicht bekannt.
Im weiteren Verlauf des Artikels wird nun der schwarze Peter hin und her geschoben.
Der Stadtsprecher der Stadt Kaarst, Peter Böttner, bestreitet, dass die Stadt das Projekt nicht aktiv begleitet habe.
Ganz im Gegenteil. Die Politik sei seit Oktober 2023 in Abstimmung mit der Kirchengemeinde über das Projekt informiert gewesen.
Im Januar 2024 habe es dann eine Bürgerinformationsveranstaltung gegeben. Dabei seien die Bedenken der Bürger in die politische Beratung eingebracht worden.
Im Februar 2024 sei die Verwaltung dann von der Politik beauftragt worden, die „politischen Bedenken“ und die Kritik der Bürger gegenüber der Kirchengemeinde zu berücksichtigen.
Die gewünschten Planänderungen seien bis heute nicht von der Kirchengemeinde vorgelegt worden, so Stadtsprecher Peter Böttner.
Und dann kam für alle Beteiligten aus heiterem Himmel der Stopp der Kirchengemeinde.
Und man wundert sich.
Die Politik hat Bedenken, der Bürgermeisterkandidat der CDU ist gleichzeitig Vorsitzender der Kirchengemeinde, der Koalitionspartner der CDU ist Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses und all das führt dazu, dass es wieder einmal nicht vorangeht und ein Projekt, das dringend ernsthaft geprüft werden muss, wieder einmal ins Stocken gerät.
Gleichzeitig werden beide Parteien nicht müde zu betonen, dass wir dringend Wohnungen brauchen, die modernen Ansprüchen genügen und das zu bezahlbaren Mieten.
Wir sind gespannt, wie es in dieser Sache weitergeht und unser Ratsmitglied Sandra Pauen wird uns auf dem laufenden halten.
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