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OGATA-Neubau in Kaarst: Das sind die bekannten Fakten zum Bezug der neuen Räume

Der Neubau an der Alten Heerstraße steht, die Schlüsselübergabe ist erfolgt, und das Gebäude macht von außen wie innen einen sehr guten Eindruck. Geplant sind dort die neue OGATA mit Küche und Mensa sowie vier zusätzliche Schulräume. Doch bei aller Freude über den gelungenen Bau bleibt ein entscheidendes Problem: Die Räume sind bislang nicht möbliert.

Ohne Tische, Stühle und die weitere notwendige Ausstattung kann eine Betreuung in den neuen OGATA-Räumen nicht regulär starten. Genau deshalb ist es wichtig, die bekannten Fakten klar zu benennen, statt bei einer Eröffnung den Eindruck zu erwecken, der vollständige Bezug sei bereits gesichert.

Ein fertiger Neubau, aber noch kein betriebsbereiter OGATA-Bereich
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Bei einer Besichtigung kurz vor der offiziellen Schlüsselübergabe zeigte sich ein widersprüchliches Bild: Die Küche ist eingerichtet, die Räume sind neu und modern, aber für die Kinder fehlen Sitzmöbel und weitere Einrichtungsgegenstände. Die Räume waren im Wesentlichen leer.

 

 

Das Gebäude selbst bietet viel Positives. Zu den Klassenräumen gehören jeweils Nebenräume, die räumliche Gestaltung wirkt durchdacht, und auch Küche sowie Mensa sind modern ausgestattet. Es ist also keineswegs der Bau, der Anlass zur Kritik gibt. Das Problem ist allein die fehlende Möblierung und damit die Frage, wann die neuen Räume tatsächlich genutzt werden können.

Ein schöner Neubau hilft Kindern, Eltern und Mitarbeitenden eben nur dann unmittelbar, wenn er auch betriebsbereit ist. Ohne Möbel kann dort niemand sinnvoll sitzen, essen, lernen oder betreut werden.

Warum stehen noch keine Möbel in den Räumen?
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Für die Möblierung wurde ein Förderantrag gestellt. Nach den vorliegenden Informationen war dieser Antrag bis zum 30. Juni einzureichen und wurde bereits vor der betreffenden Sitzung des Schulausschusses auf den Weg gebracht.

Der Hintergrund ist nachvollziehbar: Fördermittel sollen genutzt werden, um die Stadt finanziell zu entlasten. Nach aktuellem Kenntnisstand geht es um rund **100.000 Euro**, wobei ein Betrag im hohen 90.000-Euro-Bereich förderfähig sein könnte.

Allerdings gab es zum fraglichen Zeitpunkt noch keine Förderzusage. Ob und wann der Antrag bewilligt wird, war offen. Und genau daran hängt die Beschaffung der neuen Ausstattung.

 

 

Was das Schulausschussprotokoll zur Möbelbeschaffung festhält
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Im Protokoll des Schulausschusses aus März ist die Regelung deutlich beschrieben: Neue Möbel sollen ausschließlich dann beschafft werden, wenn eine positive Förderzusage vorliegt.

Falls die Förderung nicht bewilligt wird, soll die OGATA mit bereits vorhandenem Mobiliar ausgestattet werden. Eine Neubeschaffung ist für diesen Fall nicht vorgesehen.

Damit ergeben sich zwei mögliche Wege:

* **Bei einer positiven Förderzusage:** Neue Möbel können bestellt und beschafft werden.
* **Bei einer negativen Förderzusage:** Es müsste auf vorhandenes Mobiliar zurückgegriffen werden.

Offen bleibt dabei, aus welchen Beständen diese Möbel kommen sollen, ob sie in ausreichender Zahl verfügbar sind und ob sie für die neuen Räume angemessen geeignet sind. Auch die Haushaltssituation der Stadt spielt eine Rolle, falls eine Beschaffung ohne Förderung notwendig würde.

Ein Bezug zum Schuljahresbeginn war kaum realistisch
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Die entscheidende Frage lautet: Kann der Neubau zu Beginn des neuen Schuljahres vollständig genutzt werden?

Nach den bekannten Abläufen ist das sehr schwer vorstellbar. Zwischen Sommerferienbeginn und Schulstart lagen nur rund sechs Wochen. Selbst bei einer sehr schnellen Förderentscheidung hätten die Möbel erst noch bestellt werden müssen.

Nach Auftragserteilung ist mit Lieferzeiten von etwa sechs bis acht Wochen zu rechnen. Hinzu kommen gegebenenfalls Ausschreibung, Vergabe und organisatorische Abläufe. Das bedeutet: Selbst wenn die Fördermittel kurzfristig bereitstehen würden, ist eine vollständige Ausstattung bis zum ersten Schultag kaum zu schaffen.

Realistischer erscheint daher ein Bezug im Laufe des Septembers oder, falls sich Verfahren und Lieferung verzögern, erst nach den Herbstferien. Auf bloße Hoffnung zu setzen, ersetzt keine belastbare Planung.

Übergangslösung mit alten Möbeln?
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Als mögliche Zwischenlösung wurde angesprochen, alte Möbel aus anderen Bereichen einzusetzen, etwa aus der Mensa. Das könnte dazu dienen, wenigstens einen eingeschränkten Betrieb zu ermöglichen, damit Kinder in den Räumen sitzen können.

Eine solche Improvisation kann kurzfristig helfen. Sie ist aber keine gleichwertige Lösung für einen neu errichteten OGATA-Bereich. Entscheidend bleibt, dass zeitnah Klarheit geschaffen wird:

* Wann liegt die Entscheidung über den Förderantrag vor?
* Welche Möbel werden bei einer Bewilligung konkret beschafft?
* Wie schnell können Bestellung, Lieferung und Aufbau erfolgen?
* Welche Übergangsausstattung steht zur Verfügung, wenn die Entscheidung später kommt?
* Wie werden Eltern, Schule und Mitarbeitende verlässlich informiert?

Transparente Information ist notwendig
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Eltern, die nach dem Bezug der Räume gefragt haben, brauchen verlässliche Antworten. Wenn öffentlich über die zeitnahe Fertigstellung und Eröffnung eines Gebäudes informiert wird, gehört die Frage der tatsächlichen Nutzbarkeit dazu.

Es reicht nicht aus, nur festzustellen, dass ein Bau fertig ist. Für Familien und Beschäftigte ist entscheidend, ob die OGATA am ersten Schultag vollständig arbeiten kann, ob es Einschränkungen gibt und welche Übergangslösung vorgesehen ist.

Die Fakten sind deshalb klar:

* Der Neubau ist fertiggestellt.
* Die OGATA-Räume sind derzeit nicht möbliert.
* Der Förderantrag für die Ausstattung ist gestellt, eine Entscheidung steht jedoch noch aus. Stand 14. Juli 2026
* Neue Möbel sollen nur bei positiver Förderzusage beschafft werden.
* Bei einer Ablehnung ist vorhandenes Mobiliar vorgesehen, nicht aber eine neue Beschaffung.
* Mit Lieferzeiten von sechs bis acht Wochen ist ein vollständiger Start zum Schuljahresbeginn nicht zu schaffen. Stand 14. Juli 2026

Der Neubau verdient einen schnellen, vollständigen Start
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Es wäre ausgesprochen bedauerlich, wenn ein modernes, gut geplantes Gebäude über Wochen nicht vollständig genutzt werden könnte, nur weil die Einrichtung fehlt. Gerade für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und natürlich für die betreuten Kinder ist das frustrierend.

Die Planung für die Möblierung ist nach den vorliegenden Informationen bereits detailliert vorbereitet. Es gibt eine umfangreiche Liste der benötigten Ausstattung. Das ist eine gute Grundlage. Nun muss sichergestellt werden, dass aus der Planung auch rasch eine funktionierende OGATA wird.

Wir bleiben an dem Thema dran und erwarten eine klare Kommunikation über Förderentscheidung, Beschaffung, Übergangslösungen und den tatsächlichen Termin für den vollständigen Bezug der neuen Räume.

 

Und hier ist unser 1. Video zu diesem Thema.

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