28 Grad wird in Kaarst als Hitze definiert.
Für diese heissen Tage hat die Stadt Kaarst ein Hitzeschutzkonzept entwickelt bzw. arbeitet an dem Ausbau.
Der Hitzeschutzknigge ist bereits vorhanden und den wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.
Ein Auszug mit Verhaltensempfehlungen:
DAS KÖNNEN SIE TUN
Das eigene Verhalten zu ändern funktio-
niert am besten, wenn sie sich dessen
bewusst werden.
Außenliegende Beschattung an den
Fenstern, etwa Rollläden, schützen
wirksamer vor Hitze als innenliegende
(z.B. Vorhänge).
Notieren Sie sich eine Woche lang wann
und wie oft sie zu Hause oder auf der
Arbeit lüften um ihr eigenes Lüftungsver-
halten besser einschätzen zu können.
Kühlen Sie ihren Körper mit einfachen
Methoden wie einem kühlenden Fuß-
bad. Auch kühlende Körperlotionen
oder ein Thermalwasserspray können
Ihnen Linderung verschaffen.
Achten Sie darauf, dass Sie selbst und
andere sich bei Hitze nicht zu lange in
parkenden Autos aufhalten.
Vermeiden Sie körperliche Aktivität
besonders während der heißesten
Tageszeit (etwa 11 – 18 Uhr) und bei
hohen Ozonbelastungen. Verlegen Sie
z.B. Einkäufe, körperliche Akitivtäten
oder Sport in die kühleren Morgen-
und Abendstunden.
Verschiedene Medikamente können
bei Hitze Probleme verursachen.
Wenn Sie regelmäßig Medikamen-
te einnehmen, sollten Sie frühzei-
tig mit dem Arzt darüber sprechen.
Bestimmte Medikamente verlieren
in warmer Umgebung ihre Wirksam-
keit. Deshalb gilt: kühl lagern!
Lüften Sie nur frühmorgens und
nachts. Tagsüber sollten Fenster,
Jalousien und Vorhänge geschlossen
bleiben.
Ende der Empfehlungen.
Hitzeschutz ist wichtig – aber nicht jede Broschüre ist automatisch eine Innovation.
Wenn Steuergeld vor allem dafür genutzt wird, Selbstverständlichkeiten hübsch zu verpacken und als neues Präventionsprojekt zu verkaufen, wirkt das auf viele Menschen zurecht absurd. Der Nutzen liegt eher in Organisation und offizieller Verantwortung als in neuen Erkenntnissen. Das sollte man dann auch ehrlich so benennen – statt Alltagswissen als große Neuerung zu inszenieren.
Kurz gesagt:
Der Inhalt ist vernünftig, aber die Verpackung wirkt oft wie teuer finanzierte Selbstverständlichkeit. Gerade in Zeiten von wirklich leeren Kassen.



