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Wo ist das Geld? Was macht man bloß mit unseren Kindern?

Im Zuge der Haushaltsdiskussionen haben wir weitere Posten geprüft. Dabei ist uns diese Seite aufgefallen.

Obwohl enorme Summen in Kitas, OGS-Angebote und Schulen fließen, verschlechtert sich die Betreuung vor Ort zunehmend. Und das ist AUSDRÜCKLICH KEIN Vorwurf an die Betreuerinnen und Betreuer. Unter den von der Politik geschaffenen Rahmenbedingungen ist eine qualitativ gute Betreuung schlicht nicht mehr möglich.
Nach aktuellem Stand werden die OGS-Gebühren in Kaarst weiter steigen – je nach Einkommen auf bis zu 840 Euro jährlich ab dem Schuljahr 2027/28. (Beispiel KSG) Für viele Familien stellt das eine zusätzliche erhebliche Belastung dar, ohne dass sich die Qualität der Betreuung entsprechend verbessert.
Als wäre das nicht schon problematisch genug, besteht derzeit weiterhin eine Haushaltssperre – beispielsweise für die OGS der KGS Kaarst. Selbst geringe Beträge, etwa 150 Euro für Bastelmaterial pro Gruppe, werden nicht freigegeben. Das erschwert nicht nur die pädagogische Arbeit, sondern nimmt den Kindern auch wichtige kreative und fördernde Angebote.
Hinzu kommt der anhaltende Personalmangel. Trotz Gruppenstärken von 30 bis 35 Kindern – und damit deutlich über den eigentlich vorgesehenen Obergrenzen – steht nicht ausreichend Personal zur Verfügung. Eine individuelle Förderung oder auch nur eine angemessene Aufsicht wird dadurch zunehmend erschwert. Ausnahmen – wo Studenten als Quereinsteiger teilweise unterstützen – bestätigen nur die Regel.
Bereits Anfang des Jahres wurde den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern daher schriftlich mitgeteilt, dass unter diesen Umständen ein pädagogisches Konzept nicht mehr in der vorgesehenen Form umgesetzt werden kann. Das ist ein alarmierendes Signal für die Zukunft unserer Kinder und unseres Bildungssystems.
Es braucht dringend ein Umdenken in der Politik: bessere Rahmenbedingungen, ausreichende Finanzierung und vor allem mehr Personal. Denn letztlich geht es um die Bildung, Betreuung und Entwicklung der nächsten Generation. Wir geben Rekordsummen aus. Die Frage muss gestellt werden? Wo bleibt das Geld. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben auf jeden Fall hier in Kaarst keine Gehaltserhöhungen bekommen, die nur ansatzweise vergleichbar wäre mit der prozentualen Gebührensteigerung, die hier in Kaarst seit 2020 realisiert wird.
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